Rechner wird immer langsamer

Jan-Benedict Glaw jbglaw at lug-owl.de
Fre Apr 21 15:25:49 CEST 2000


On Fri, Apr 21, 2000 at 09:51:16AM +0000, Thomas Findeisen wrote:
> > On Sun, Jan 01, 1978 at 07:00:14AM +0100, Bastian Bittorf  (Bastian at Bittorf.de) wrote:
> 
> Ich hab's hinter mir. Warum sollte ich sonst ein Programm mit kill 574
> schliessen können und auch mit kill -9 574, wenn kill -9 574 noch viel
> sicherer ist ? Würde doch jeder den definitiven '9er kill' drüberjagen,
> Nachteile hat's ja nicht. Auf den meisten Unixsystemen wird der Speicher NICHT
> wieder freigegeben, es sei denn das System hat eigene Tools dafür (z.B. einen
> Speicher-Flush im SystemCronjob), eben so ein Programm suche ich ja.

Linux gibt den Speicher wieder frei und es macht einen Unterschied, ob man
mit -TERM oder mit -KILL killt: bei -TERM (der "normale" kill) darf ein
Programm das Signal abfangen und ersteinmal alle seine Dateien zur Platte
tragen, lock files löschen und alles übrige aufräumen. Bei -KILL (kill -9)
bekommt das Programm seinen Abgang garnicht mehr mit: lock files etc. bleiben
stehen und machen u.U. beim nächsten Programmstart Ärger (-> schick mal einen
Netscape mit -9 in die ewigen Jagtgründe und starte es neu;)

> > > aber warum ist das bei linux auch so? das ist doch GERADE der extreme nachteil vom amiga OS,
> > > das man damit niemals n uptime haben kann - weil irgendwann der mem leer ist...
> > > (nicht belegte speicherbereiche,sondern nur freie speicherbereiche kennt das OS)
>  
> > ___Der RAM wird bei kill -9 wieder FREIGEGEBEN___
> 
> Dann ist das Programm aber nicht richtig abgeschissen und du hättest
> normalerweise gar kein 9er Kill schicken brauchen, ein normales 'bitte beende
> dich - kill' haette auch gereicht, aber wenn dir schonmal ein fettes Programm
> wie ein gesamter Apache oder so hängengeblieben ist etc. dann klappt das nicht
> einfach mit killen und hoffen das danach kein Byte irgendwo im Nirvana
> gammelt.  ;-)

Wie gesagt, -15 kann ignoriert/aufgeschoben werden, -9 nicht.

> P.S. Ist das 128 MB Limit des Swapbereichs unter Linux jetzt eigentlich
> langsam erweitert worden (nicht das ich ihn brauchen würde, aber ein 0815
> Windows swappt ja schon mehr... und wenn demnaechst die Killerapps wie
> CorelDraw etc. kommen).

man mkswap:

       with 1 bad block.)  In the new style  swap  area  this  is
       precisely what is done.  The maximum useful size of a swap
       area now depends on the architecture.  It is roughly  2GiB
       on  i386,  PPC,  m68k, ARM, 1GiB on sparc, 512MiB on mips,
       128GiB on alpha and 3TiB on sparc64.

.
.
.
       -v1    Create a new style swap area.

Linux 2.2.4               25 March 1999                         2

MKSWAP(8)           Linux Programmer's Manual           MKSWAP(8)

       If no -v option is given, mkswap will default to old style
       if  the  size of the swap area does not exceed the maximum
       size of an old style swap area, and also  if  the  current
       kernel  is  older  than  2.1.117 (and also if PAGE_SIZE is
       less than 2048).  The new style header does not touch  the
       first  block,  so may be preferable (also if the swap area
       is small), in case you have a boot loader  or  disk  label
       there.



MfG, JBG


-- 
Fehler eingestehen, Größe zeigen: Nehmt die Rechtschreibreform zurück!!!
/* Jan-Benedict Glaw <jbglaw at lug-owl.de> -- +49-177-5601720 */
keyID=0x8399E1BB fingerprint=250D 3BCF 7127 0D8C A444 A961 1DBD 5E75 8399 E1BB
-------------- nächster Teil --------------
Ein Dateianhang mit Binärdaten wurde abgetrennt...
Dateiname   : nicht verfügbar
Dateityp    : application/pgp-signature
Dateigröße  : 240 bytes
Beschreibung: nicht verfügbar
URL         : http://www.tlug.de/pipermail/tlug_allgemein/attachments/20000421/9f10c7a4/attachment.pgp